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Spaziergänge und Nordic Walking

Gehen ist die natürlichste Form der Bewegung. Die zahlreichen Parks und Erholungsanlagen in Marienbad sind der perfekte Ort, um sich besser zu fühlen und neue Energie zu tanken. Wenn Sie ein Fan von Nordic Walking sind, das zur Verbesserung der allgemeinen Fitness und Kondition beiträgt, wird Sie Marienbad sicherlich nicht enttäuschen. Ganz im Gegenteil – diese Aktivität kann man hier praktisch überall ausüben.

Stadtparks

Marienbad verdankt seinen Ruhm und den Titel einer der schönsten Gartenstädte Europas vor allem seinen wunderschönen Stadtparks.

Die bedeutendste Grünanlage mit Spazierwegen, verschiedenen Baumgruppen und Wasserflächen inmitten von Blumenbeeten sind die Skalník-Gärten. Ihren Spaziergang können Sie bei einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt beenden — der Singenden Fontäne.

Ein weiterer Park, den Sie unbedingt besuchen sollten, ist der Park an der Ferdinandquelle. Der Park erstreckt sich rund um die Kolonnade der Ferdinandquelle. Hier können Besucher die Statue „Frühling“ von V. Eibl oder die Skulpturengruppe „Die Liebenden“ von S. Nejdl bewundern.

Romantische Besucher werden den Park an der Waldquelle besonders schätzen. Neben dem Pavillon der Waldquelle befinden sich dort die Skulptur „Goethe und die Muse“ des deutschen Bildhauers Heinrich Drake aus dem Jahr 1975, eine Plastik von Olbram Zoubek mit drei Musen sowie ein Musikpavillon. Im Sommer verwandelt sich der Pavillon in einen Ort für Konzerte und ein gemütliches Café.

Im Stadtzentrum zwischen der Masarykova-Straße und der Hauptstraße befindet sich der Zentralpark. Sein dominantes Merkmal ist ein Denkmal, das an die Zerstörung der Marienbader Synagoge während der sogenannten Kristallnacht erinnert. Außerdem befindet sich hier die Skulpturengruppe „Die vier Jahreszeiten“ von Z. Šimek.

Pavillons und Rastplätze

Es überrascht niemanden, dass einer der bedeutendsten Besucher von Marienbad seinen eigenen Rastplatz in der Stadt hat. Goethes Rastplatz mit einem Denkmal aus dem Jahr 1849 befindet sich am Hang des Hamelika-Hügels. Johann Wolfgang Goethe liebte diesen Ort sehr und verbrachte hier oft Zeit mit Ulrike von Levetzow, seiner letzten großen Liebe.

Marienbad verdankt seine Entstehung und seinen Ruhm auch mehreren Äbten des Prämonstratenserklosters Teplá. Einer von ihnen war Abt Alfréd Clementso. Der Rastplatz von Abt Clementso bietet einen wunderschönen Blick auf das Kurviertel und befindet sich im Wald hinter dem Hotel Esplanade. Abt Clementso setzte sich außerdem für den Bau der gusseisernen Kolonnade und des Gesellschaftshauses Casino ein.

Der letzte Rastplatz, den Sie besuchen sollten, ist eng mit der Liebe verbunden. Die Laska-Kapelle wurde 1909 vom Direktor des Marienbader Theaters Julius Laska zum Gedenken an seine verstorbene Mutter erbaut. Es handelt sich um ein schlankes Bauwerk im neugotischen Stil mit romantischer Atmosphäre.

Aussichtstürme

Der Aussichtsturm Hamelika wurde vom Architekten Friedrich Zickler entworfen, der das Bauwerk als Ruine einer fiktiven Burg gestaltete. Der 20 Meter hohe Turm ist ein typisches Beispiel romantischer Architektur des 19. Jahrhunderts und befindet sich auf dem gleichnamigen Hamelika-Hügel. Von der Spitze aus bietet sich ein wunderschöner Blick auf die Stadt, den Slavkovský les sowie Teile des Böhmischen Waldes mit dem Gipfel Dyleň. Der Turm ist frei zugänglich.

Die jüngere „Schwester“ des Hamelika-Turms ist der Aussichtsturm Pánský vrch (55 m), der im Jahr 2008 eröffnet wurde. Er befindet sich auf einem Hügel nahe der Gemeinde Drmoul. Bei gutem Wetter können Besucher von hier aus den Slavkovský les, Marienbad, Dyleň, Lázně Kynžvart und Přimda bewundern. Der Turm ist von Mitte März bis Mitte Oktober geöffnet.

Parks und Naturschutzgebiete

Park Boheminium

Adresse: Krakonoš 665, 353 01 Mariánské Lázně

Der viertgrößte Miniaturenpark Europas begeistert die ganze Familie. Am Rand von Marienbad erwartet Besucher ein unterhaltsamer Lehrpfad mit detailreichen Modellen bedeutender kultureller und technischer Denkmäler aus ganz Tschechien im Maßstab 1:25.

Der Park Boheminium befindet sich auf dem Krakonoš-Hügel und ist mit dem Auto, der Seilbahn oder öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

Naturpark an der Prelát-Quelle

Lage: Am Rand des Stadtteils Úšovice

Früher entsprang an diesem Ort die Prelát-Quelle, nach der der Park benannt wurde. Der Naturpark an der Prelát-Quelle wird manchmal auch „Spielerische Quelle“ genannt und begeistert besonders Kinder. Kleine Besucher können eine Kinderseilbahn, Klettergerüste, Hindernisparcours und viele weitere Attraktionen ausprobieren. Zum Park gehören auch mehrere Feuerstellen.

Geologischer Park

Lage: Chopinova 498/8 (oberhalb des Stadtmuseums)

Der Lehrpfad umfasst bekannte und seltene Gesteine aus dem Slavkovský les. Der Geologische Park erstreckt sich über fast 10 Hektar und ist die einzige Ausstellung dieser Art in Mitteleuropa. Besucher lernen hier auch die Geobotanik kennen — Pflanzen und Sträucher wurden so ausgewählt, dass sie den geologischen Bedingungen und Bodenverhältnissen ihrer ursprünglichen Fundorte entsprechen.

Kladská

Lage: Kladská 9

Kladská gilt als einer der schönsten Orte der Region Cheb. Das nationale Naturreservat Kladská-Torfmoore ist zweifellos der wertvollste Teil des Landschaftsschutzgebietes Slavkovský les. Rund um den Kladská-Teich im Gebiet namens Taiga führt ein Lehrpfad mit Informationstafeln über die örtliche Flora und Fauna.

Neben der unberührten Natur beeindruckt auch das Jagdschloss des Fürsten Schönburg-Waldenburg. Ende des 19. Jahrhunderts errichtete der Fürst hier das zweitgrößte Jagdrevier Böhmens. Bis heute gehört es zu den wenigen anerkannten staatlichen Jagdgebieten. Ein weiteres bedeutendes technisches Denkmal ist die sogenannte Dlouhá stoka, ein Wasserkanal aus dem 16. Jahrhundert, der wesentlich zur Entwicklung des Bergbaus im Slavkov-Gebiet beitrug. Der Kanal selbst ist 24 km lang und war mit einem beeindruckenden Netz von Wasserwegen von insgesamt 30 km verbunden.

Smraďoch

Lage: Naturreservat Smraďoch (etwa 4 km nördlich der Stadt)

Der Name des Naturreservats mag zunächst abschreckend wirken, doch ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. In diesem einzigartigen Moorgebiet entspringen mehrere Mineralquellen, während Kohlendioxid und Schwefelwasserstoff aus dem Erdinneren austreten und sogenannte Mofetten bilden — ein in Europa sehr seltenes Naturphänomen.

Das Moor liegt etwa 300 Meter von der Straße entfernt, an der sich auch ein kleiner Parkplatz befindet. Der Lehrpfad ist zudem barrierefrei und für Rollstuhlfahrer geeignet. Weniger als einen Kilometer vom Reservat entfernt befindet sich die Quelle Farská kyselka.

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